DK–DOX®

Chlordioxid

DK-DOX® -Chlordioxid, ein starkes Oxidations- und Desinfektionsmittel, wird aus einem lagerstabilen, wässrigen schwachen Oxidationsmittel, dem Natriumchlorit, durch Reaktion mit einem festen starken Oxidationsmittel, dem Natriumperoxodisulfat, gewonnen. Die wässrige Lösung und der Feststoff bilden das so genannte Zweitkomponenten-System (Herstellung ohne Anlagentechnik!).

Die wässrige Lösung ist eine farblose Lösung, die mit 0,3 Gew. % Chlorit nicht der GGVS unterliegt.

Durch die Reaktion mit dem Oxidationsmittel Natriumperoxodisulfat über 24 Stunden bei 30 °C kommt es zu einer Gelbfärbung der Lösung. Dies ist auf die Bildung von Chlordioxid zurückzuführen, dessen wässrige Lösungen gelb sind. Die sonst wesentlich länger dauernde Reaktion wird über die Temperaturführung beschleunigt.

Der alkalische pH-Wert der farblosen, wässrigen Lösung wird durch Reaktion mit dem Feststoff in den neutralen pH-Wert-Bereich verschoben.

Die Reaktion erfolgt in dem Transportgebinde, das gleichzeitig Reaktor und Dosiergebinde ist, bzw. in dem jeweiligen Dosierbehälter. Ein Umfüllen der wässrigen Chlordioxidlösung mit entsprechenden Ausgasungen des in Wasser gelösten Chlordioxidgases braucht daher nicht mehr zu erfolgen.

DK-DOX® -Chlordioxid ist dunkel und möglichst kühl zu lagern. Dies wirkt sich auf eine Erhöhung der Lagerzeit aus. Bei Raumtemperatur (20°C) und bei dunkler Lagerung ist von einer hinreichenden Stabilität der Chlordioxidlösung von einem Monat auszugehen.

DK-DOX® -Chlordioxid erfüllt alle Anforderungen hinsichtlich seiner Reinheit gemäß Trinkwasserverordnung. Es wird mittels eines europäischen Normverfahrens (DIN EN 12671) hergestellt. Der DVGW empfiehlt das Persulfat-Chlorit-Verfahren als chlordioxidhaltiges Produkt für die Desinfektion von Trinkwasserbehältern und –rohren (DVGW Arbeitsblatt W291).

DK-DOX® -Chlordioxid wirkt in seinen Einsatzkonzentrationen zwischen 0,2 mg/L und 0,1 mg/L gegen alle wasser-gängigen üblichen Keime, wie E.coli, Pseudomonas, Legionellen, Hefen und Schleimbildner, z.B. Giardia brauchen höhere Einsatzkonzentrationen die zwischen 1 bis 2 mg Chlordioxid/L variieren.

Eine Keimadaption an DK-DOX® -Chlordioxid ist nicht möglich, da es im Gegensatz zu organischen Bioziden ganz un-spezifisch mit Membranbestandteilen und den Enzymsystemen und allen Zellinhaltsstoffen reagiert, die reduzierend wirken. Der Stoffwechsel eines Mikroorganismus bricht somit in kürzester Zeit zusammen.

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